Navigation - Eine Zungenfrage?

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Der folgende lustige plattdeutsche Beitrag berichtet von den erstaunlichen Fähigkeiten eines erfahrenen Schiffers.
Wahr oder nicht wahr, das ist hier die Frage.

Hinweis: Da auch die plattdeutsche Sprache - wie grundsätzlich jede Sprache - oft erst sinnentnehmend erschließbar wird, wurden zum besseren Verständnis der Sprachbildung an speziellen Stellen eine fast wörtliche Übersetzung von Teilsätzen und Begriffen innerhalb runder Klammern ( .. ) aufgezeigt.

Sprachausgabe des plattdeutschen Textes!

 

Start der Sprachausgabe: Mausklick auf das obige Dreieck

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De gaude Tunge van de Skipper

 

 

Des Schiffers gute Zunge

 

Sien Name is vandage vergeten. Heej kwamm ut Nörddiek un was Kaptein up ein lüttje Kümo. De Lü hebben vertellt, dat disse Kaptein ein heil besünder Keerl was. Heej wuss alltied genou up Water, waar sien Skip was. Heej  gung elke Avend – uk bi mall Weer – um acht Ühr in de Koje, man he harr Order geven, dat de Bestmann hum alle Stünde dat Lood brengen sull. För Landrötten: dat is ein Liene mit ein Stück Blei dran un hiermit kann man de Deipde meeten.

 

 

Sein Name ist heute vergessen. Er kam aus Norddeich und war Kapitän auf einem kleinen Küstenmotorschiff. Die Leute erzählten, dass dieser Kapitän ein ganz besonderer Kerl war. Er wusste auf dem Wasser immer genau, wo sein Schiff war. Er ging jeden Abend – auch bei schlechtem Wetter – um acht Uhr in die Koje, gab aber die Anweisung, dass sein Bestmann (ein erfahrener Matrose) ihm jede Stunde das Lot bringen sollte. Für Landratten: das ist eine Leine mit einem Stück Blei und hiermit kann man die Meerestiefe messen.

 

As de Matrose mit dat Lood bi sien Koje kwamm, slickte heej an dat Underende  un see genou, waar seej nu mit dat Skip wassen. Un dat was alltied so akkeraat as ein Karkenreeken. De junge Keerl bi hum an Boord kwamm d’r neit achter, hau sien Kaptein dat maakt hett. Dat kann ja wall neit angahn, dat de olde Kaptein mit de Tunge preuven kunn, waar de Position van’t Skip was.

 

 

Wenn der Matrose mit dem Lot zu seiner Koje kam, leckte er an dem Unterende und sagte genau, wo sie mit dem Schiff waren. Und das war immer so präzise wie eine Kirchenrechnung. Der junge Mann, der bei ihm an Bord war, konnte nicht in Erfahrung bringen [.. kam da nicht hinter ..], wie sein Kapitän das machte. Das gibt es doch nicht [ .. kann ja nicht angehen ..], das der alte Kapitän mit der Zunge feststellen konnte, wo die Position des Schiffes war.

 

As de Matrose mit dat Lood bi sien Koje kwamm, slickte heej an dat Underende  un see genou, waar seej nu mit dat Skip wassen. Un dat was alltied so akkeraat as ein Karkenreeken. De junge Keerl bi hum an Boord kwamm d’r neit achter, hau sien Kaptein dat maakt hett. Dat kann ja wall neit angahn, dat de olde Kaptein mit de Tunge preuven kunn, waar de Position van’t Skip was.

 

 

Und dann hatte der Matrose eine Idee. Er zog das Unterende von dem Lot durch eine leere Kartoffelkiste. Danach warf er den ganzen Kram ins Wasser, zog [ ihn .. ] die Leine wieder hoch, ging zum Kapitän, präsentierte ihm das Lot und fragte: “Kapitän, wie weit sind wir von Norddeich entfernt?“

 

De Baas slickde mit sien Tunge an dat natte Lood. Miteins jumpde heej umhoog, leip in Hundjedrafft an Deck un reip sien Lü tau: „ Junges! Nörddiek is undergahn un liggt heil un dall in’t Water! Wi fahren jüst over Jan Poppingas Tune!“

 

 

Der Chef leckte mit der Zunge an dem nassen Lot. Plötzlich sprang er hoch, lief [ .. Hundetrab ..] eilig an Deck und rief seinen Leuten zu: „ Jungs! Norddeich ist untergegangen und alles liegt im Wasser! Wir fahren gerade über den Garten von Jan Poppinga!“

 

Jan Schneeberg

 

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