Unser Heimatmuseum

Unser Heimatmuseum

Unser Heimatmuseum

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Der folgende plattdeutsche Beitrag ist unserem wunderschönen Inselmuseum gewidmet. Dieses weit über unsere Grenzen hinaus bekannte und anerkannte Museum lässt nicht nur Einblicke in die geschichtsträchtige Vergangenheit der Insel Borkum sowie ihrer Bewohner zu, sondern glänzt u. a. auch noch durch die hochinteressanten und teilweise sehr seltenen Exponate. Exemplarisch sollen hier das Strandrettungsboot “OTTO HASS”, die “Gute Stube” der Insulaner, sowie das komplette riesige Originalskelett eines gestrandeten Pottwals benannt werden.

Hinweis: Da auch die plattdeutsche Sprache - wie grundsätzlich jede Sprache - oft erst sinnentnehmend erschließbar wird, wurden zum besseren Verständnis der Sprachbildung an speziellen Stellen eine fast wörtliche Übersetzung von Teilsätzen und Begriffen innerhalb runder Klammern ( .. ) aufgezeigt.

Sprachausgabe des plattdeutschen Textes!

 

Start der Sprachausgabe: Mausklick auf das obige Dreieck

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Ein Gang dör unse Heimatmuseum
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Ein Spaziergang durch unser Heimatmuseum
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Dör de Achterdör stappt de Beseuker in uns “Dykhus“. In de Midde is de Dör deilt, so kunn de Buur frauger over de Undersiet hangen, Piepke roken un klönen un so kwamm dej Name „Klöndör“.  Ein paar Stappen wieder, ein lüttje Trappe umhoog, is all dat Gaud tau seihn, wat frauger tau ein Burenhoff  nödeg was. Botterfaten, ein Dingereis, um Snippelbohnen tau maken, ein Eierrackje un büllten ander Gaud is in de Karnstee tau finden. Hier kann man uk ein olde Bellslee bekieken.
 

 

Durch die Hintertür kommt der Besucher in unser „Dykhus“. In der Mitte ist die Tür geteilt, so konnte der Bauer früher über die untere Seite ins Land gucken, Pfeife rauchen und „klönen“ und so kam der Name „Klöndör“. Ein paar Schritte weiter, über eine kleine Treppe, sind alle Gegenstände zu sehen, die früher bei einem Bauernhof nötig waren. Butterfässer, ein Gerät, um Schnippelbohnen zu machen, ein Wandregal, um Eier aufzubewahren und vieles andere mehr ist in „de Karnstee“ - dem Butterraum - zu sehen. Hier kann man auch den alten „Bellslee“ - ein Schlitten mit einer Glocke - begucken.
 

In de Köken mit de olde Esders tickt sachte de Klocke. In de Kackstaule satt dat jungste Kind, up de Tavel steiht ein Koppke Tee parat, smeereg Gaud kwamm in de Offwaskumme in de Göttsteine, de Karkenstovke wacht up Sönndag un de Görtekoker steiht boven up’t Regal.
 

 

In der Küche mit den alten Fliesen tickt leise die Uhr. In dem „Kackstuhl“ saß das jüngste Kind, auf dem Tisch steht ein Tasse Tee bereit, schmutziges Geschirr kam in die Abwaschkumme, die beheizte Fußbank wartete auf den Sonntag und der Grützkocher steht oben im Regal.
 

De beste Vörkamer mit dej heil olderwelske Engelke-Obend. Over dat Sofa kieken de Vörolden van Upke Müller un in de Hauk is ein Bild van Steffen Klaasen Akkermann mit sien Frou Antke, geboren Akkermann. Naastan is de Kapteinskamer mit dej olde Seejkiste van Esdert F. Meeuw un hier is uk de Marsemmer tau bekieken, ein Stee för de Gülden un Centjes.  Grote Bilder an de Wand hangen hier, so dat Skip Concordia van Emden ut dat Jahr 1845 mit H. Erdmann. De Ems-Lootsschoner Emden van 1882 is tau bekieken un ein Bild mit Seilskip. Daarunder steiht: Het goede vertrouwen, Kapt. B. Bakker zyn komende ter Rheede van Batavia.
 

 

Im Wohnzimmer steht der sehr altmodische „Engelofen“, so genannt nach den abgebildeten Figuren. Über dem Sofa sehen die Großeltern von Upke Müller herab und in der Ecke ist ein Bild von Steffen Klaasen Akkermann mit seiner Frau Antke, geborene Akkermann. Im Nebenraum ist das Kapitänszimmer mit der alten Seekiste von Esdert F. Meeuw und hier ist auch der „Marseimer“ zu sehen, um Münzen und Geld aufzubewahren. An der Wand hängen große Bilder, so das Schiff „Concordia“ aus Emden um 1845. Der Ems-Lotsenschoner „Emden“ aus dem Jahre 1882 ist zu sehen und ein Bild mit einem Segelschiff. Die Inschrift lautet: Het goede vertrouwen, Kapt. B. Bakker zyn komende ter Rheede van Batavia.
 

Ein Dör wieder is de Kamer, waar all dat tau bekieken is, as up Börkum de Baadtied begünnde, mit büllten Bilder van old Börkum.  De verskeiden Knoppkes van de Zelten mit de Name van elke Verhührer, liek d’vör ein Strandkiste van J. D. Poppinga. Bi de Butze hangt ein Bild van dat Huus Karl Arends in de Kiebitzdelle. Achter ein Rahme is de Kranz ut dat Haar van ein junge Frou, dej in de Eiwegkeit gahn is. Naast de Bollstoven is ein moje Stickereej mit de Name Jantje Aggen ut dat Jahr 1895.
 

 

Eine Tür führt in ein weiteres Zimmer. Hier sind die Gegenstände aufbewahrt, als auf Borkum der Fremdenverkehr begann. Viele Bilder von dem alten Borkum sind hier zu sehen. Die verschiedenen Holzknöpfe von den Strandzelten mit den Namen der Vermieter, direkt davor eine Strandkiste von J. D. Poppinga. Bei dem Alkoven hängt ein Bild von dem Haus Arends in der Kiebitzdelle. Hinter einem Glasrahmen ist der Kranz aus dem Haar einer Verstorbenen zu sehen. Neben den Wärmflaschen eine schöne Stickerei aus dem Jahr 1895 mit dem Namen Jantje Aggen.
 

In de grote Halle mit de dej allemachdege Wal bin in verskeiden Skappen  moje Kleidasje upbewahrt, dat de Börkumers in heil olde Tieden dragen hebben. Döpkleidjes för de Lüttjen, man uk ein Kinder-Dodehemd, denn völ Kleintjes bin fraug storven. Danast liggen ein Kruske-Pett för de Froulü un Kleier ut Fiefschaften. In de grote barocke Skapp liggt de Petschaft van de Ortsvorsteher Willm Folkerts Dykmann, as Siegel för de Dienstpost. De oostfreiske Schmuck in Gold was för Wübke, de Frou van Hinderk Folkerts Dykmann. An de Oostsiet is de Truhe van Anke Gerrits Meyer ut dat Jahr 1788 un ut de Familie Meyer kummt uk wat heil Besünders, ein geschnitzte Rahme mit Speigel van 1770.
 

 

In der großen Halle mit dem gewaltigen Walskelett sind in verschiedenen Schränken schöne Kleider aufbewahrt, die Borkumer Frauen in sehr alten Zeiten getragen haben. Taufkleider für die Kleinen, aber auch ein Kinder-Totenhemd, denn die Kindersterblichkeit war groß. Was ein Kruske-Pett oder Kleider aus Fiefschaften sollte man sich an Ort und Stelle ansehen. In dem großen Schrank aus der Barockzeit liegt die Petschaft des Ortsvorstehers Willm Folkerts Dykman, als Siegel für die Dienstpost. Der Ostfriesenschmuck in Gold gehörte Wübke, der Frau von Hinderk Folkerts Dykmann. An der Ostseite befindet sich die Truhe von Anke Gerrits Meyer aus dem Jahre 1788 und von der Familie Meyer kommt noch etwas Besonderes: ein geschnitzter Rahmen mit Spiegel von 1770.
 

In de Glasvitrinen liggen de Bestecken van de grote Hotels, de Namen bin haast vergeten: Hotel Deutsche Warte, Hotel Landsberg,  Deutsches Haus, Strandvilla Janssen un Villa Neptun. De moje Pett van de Dienstmann ut de Kaiserhof. In de Rudolf-Akkermann-Halle mit dat Reddungsboot bin uk de Ehrenurkunden för Herman Akkermann un Johann Willms, bi de Reddungsgesellschaft wassen over 25 Jahr d’r bi Heinrich Elderts un Hans Lüken, B. de Vries un Berend Veen hebben Utteiken kregen. Ein heile Rummel Modelllskepen bin hier tau bekieken, uk ein oostfreiske Tjalk, dej 1925 Jochum Bakker makt hett. Mit disse Skepen kwammen de erste Badegasten na Börkum. Namen as Hagfors, Annamarie un Winifred bin bi de Eilanders neit vergeten.
 

 

In den Glasvitrinen liegen Bestecke aus den großen Hotels; die Namen sind fast vergessen: Hotel Deutsche Warte, Hotel Landsberg, Deutsches Haus, Strandvilla Janssen und Villa Neptun. Daneben die schöne Mütze des Dienstmannes aus dem Kaiserhof. In der Rudolf-Akkermann-Halle mit dem alten Rettungsboot befinden sich auch die Ehrenurkunden für Herman Akkermann und Johann Willm; Heinrich Elderts und Hans Lüken waren über 25 Jahre bei der Deutschen Rettungsgesellschaft tätig; B.de Vries und Berend Veen haben Auszeichnungen bekommen. Eine ganze Reihe Modellschiffe sind hier zu sehen, auch ein ostfriesische Tjalk, angefertigt 1925 von Jochum Bakker. Mit diesen Schiffen kamen die ersten Badegäste nach Borkum. Namen wie „Hagfors“, „Annamarie“ und "Winifred“ sind bei den Insulanern unvergessen.
 

Ein heile grote Sammlung van Vogels un Deiern is de Stollt van’t Museum. Ein swarte Kniene neumten de Börkumers Pestoor un well de Namen up platt weiten will, mutt evkes in de Hauk kieken, daar is alles sekür beskreven. Man kann’t haast neit all beskrieven, wat hier all tau bekieken is. Börkumers hebben all dej Stückjes binander dragen, um dat seej bewahrt bin un vertellen könen van olde Tieden.

 

Ein sehr große Sammlung mit Vögeln und Tieren ist der Stolz des Museums. Ein schwarzes Kaninchen nannten die Borkumer Pastor und wer die plattdeutschen Bezeichnungen wissen will, sollte in der Beschreibung in der Ecke nachsehen. Man kann beinahe nicht alles beschreiben, was es hier zu sehen gibt. Die Borkumer haben die Exponate zusammengetragen, damit sie erhalten bleiben und von alten Zeiten erzählen können.


Jan Schneeberg

 

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